Blog zum Perspektivenwechsel

22.01.2019

Ich will mehr...

"Ich kann nie zufrieden sein, denn meine Wünsche sind endlos", schreibt Erich Fromm in einer 1976 verfassten Studie über das Wesen des Menschen, "ich muss jene beneiden, die mehr haben als ich, und mich vor jenen fürchten, die weniger haben als ich." 

Wir wollen mehr Geld, mehr Macht, mehr Ansehen, mehr Fernreisen. Sind das nicht alles Prothesen des Selbstwertgefühls? War kürzlich das goldene Steak von Franck Ribery nicht ein Hilferuf nach noch mehr Aufmerksamkeit jemand Besonderes zu sein? Ich will etwas bedeuten, etwas darstellen und das erreiche ich nur durch bestimmte Signale auch Statussymbole genannt. Dazu gehören Urlaub im Fünf-Sterne Hotel, die Weissgolduhr oder das neueste schicke SUV-Modell. Sie dienen allein dazu, die Bedürfnisse unseres Egos zu befriedigen, oder der Angst, nicht zu genügen. Um diese Angst zu überspielen, leben wir nach dem Motto: Je mehr, desto besser. Wir können gar nicht genug bekommen, denn die angstgesteuerten Stimmen in unserem Kopf treiben uns immer weiter und rufen: „mehr, mehr, mehr…Diese Stimmen in unserem Kopf werden nie versiegen. Es geht nicht darum, sie zum Schweigen zu bringen, indem wir sie verdrängen. Vielmehr geht es darum, uns bewusst zu machen, dass wir auf diese Stimmen nicht hören müssen.

„Die wahre Vollendung des Menschen liegt nicht in dem, was er besitzt, sondern in dem was er ist.“ Oscar Wilde


Über den Autor

Meine wichtigsten Charakterzüge:
Empathie, Authentizität, Verlässlichkeit, Wertschätzung und Offenheit für alles Neue.

Meiner Arbeit als Coach liegt das Selbstverständnis zugrunde, dass der Mensch mit allen wichtigen Fähigkeiten ausgestattet ist, man muß sie nur aktivieren.

Reutlingen – Stuttgart – München