Blog zum Perspektivenwechsel

20.09.2017

Entscheidung - was soll ich tun?

Noch nie konnten wir so viel entscheiden wie heute. Die vielen Möglichkeiten machen uns das Leben schwer. Manchmal scheint das Leben ein endloses Herumirren in einem Wald von Möglichkeiten zu sein. Es scheint wie die große Freiheit. 

Dass Gefühl und Verstand nicht immer in Einigkeit sind, erlebte vor 300 Jahren der amerikanische Erfinder und Staatsmann Benjamin Franklin, als er von einem jungen Mann, der sich nicht zwischen zwei Frauen entscheiden konnte, um Rat ersucht wurde. Franklin empfahl ihm, auf einem Blatt Papier jeweils die Vorteile und die Nachteile der einen wie der anderen Frau zu notieren. Dann solle er zählen und jene Frau nehmen, auf deren Positiv-Seite mehr Punkte stehen. Der junge Mann tat es. Als die Siegerin feststand, wurde ihm aber schnell klar: Er wollte eigentlich die andere Frau. Die nahm er dann auch. Der Verstand hatte nicht gesiegt, aber dem Gefühl auf die Sprünge geholfen.

 Wer ewig grübelt, wer versucht, sich alle Optionen offenzuhalten um sich bloß nicht zu früh festzulegen, der betrügt sich selbst. Er scheut sich, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.

Viele unserer Entscheidungen sind stark angstbesetzt. Die Angst vor Misserfolg. Die Angst etwas zu verpassen. Die Angst, für die Folgen selbst verantwortlich zu sein. Entscheidungen fallen uns vor allem deshalb so schwer, weil wir nie wissen können, wie sie sich auswirken werden. 

Möglicherweise ist es am einfachsten, wenn wir Entscheidungen verarbeiten, die wir aus dem Gefühl heraus getroffen haben. Die bereuen wir weniger stark als das, was wir durchdacht und rational entschieden haben. 

"Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man."  Franz Kafka

 

Über den Autor

Meine wichtigsten Charakterzüge:
Empathie, Authentizität, Verlässlichkeit, Wertschätzung und Offenheit für alles Neue.

Meiner Arbeit als Coach liegt das Selbstverständnis zugrunde, dass der Mensch mit allen wichtigen Fähigkeiten ausgestattet ist, man muß sie nur aktivieren.

Reutlingen – Stuttgart – München