Blog zum Perspektivenwechsel

28.04.2015

Autorität und Macht

Der Bestsellerautor Paulo Coelho war in Rio de Janeiro unterwegs. Da sah er einen Mann auf dem Bürgersteig liegen. Coelho ging weiter. Aber plötzlich blieb er stehen – er kehrte zurück und sah, dass der Mann verletzt war und blutete. Er zog ihn in den Schatten und rief einen Polizisten. Doch der weigerte sich, dem Mann zu helfen. Coelho war machtlos. Er hatte nicht die Autorität, dem Polizisten vorzuschreiben, was er zu tun hatte. Er hatte keine Autorität? Oh doch! Er hatte sie! Er hatte genug davon, Menschen auf dem Boden liegen zu sehen – ein Bild, das wir aus jeder Großstadt kennen. Er schaute dem Polizisten direkt in die Augen und sagte mit fester Stimme: NEIN! Dann passierte es: Der Polizist war verwirrt. Er fragte Coelho, ob er eine Amtsperson sei. Obwohl Coelho das nicht war, begann der Polizist ihm zu gehorchen. Coelho hatte die Führung übernommen. Gemeinsam halfen sie dem Mann und brachten ihn ins Krankenhaus.

Diese kleine Geschichte zeigt: Wir sind nicht ausgeliefert! Wir alle haben die Macht etwas zu ändern! Wir alle besitzen Autorität, wenn wir von dem, was wir tun, überzeugt sind. Es gibt Autorität, die einem Amt oder einer Position entspringt – oder die Autorität, die aus echter, authentischer Überzeugung kommt. Wenn wir den Mut aufbringen, das zu tun, von dem wir zutiefst überzeugt sind, dann können wir auch ohne Machtinstrumente etwas bewirken. Veränderung vollzieht sich durch Überzeugung.


Über den Autor

Meine wichtigsten Charakterzüge:
Empathie, Authentizität, Verlässlichkeit, Wertschätzung und Offenheit für alles Neue.

Meiner Arbeit als Coach liegt das Selbstverständnis zugrunde, dass der Mensch mit allen wichtigen Fähigkeiten ausgestattet ist, man muß sie nur aktivieren.

Reutlingen – Stuttgart – München