Blog zum Perspektivenwechsel

15.11.2014

Perspektivwechsel - neue Führungskultur

Die Diskussion um die zukünftige Führungskultur in Unternehmen ist unüberhörbar. Das Leistungsmantra - "schneller, höher, weiter" - mit seinen bekannten Erfolgskriterien (effizientes Wachstum, Verdopplung des Gewinns, etc.)  ist an seine Grenze gestoßen. Laut Umfragen halten 400 deutsche Top-Manager die eigene Führungskultur für längst überholt. Sie fühlen sich dennoch hilflos, etwas zu verändern. "Wir sind die Insassen eines Gefängnisses im eigenen System" (Personalvorstand eines großen Unternehmens). Laut Gallup-Studie haben bereits 24% der Beschäftigten innerlich gekündigt, 61% machen Dienst nach Vorschrift - der Rest hat noch emotionale Bindung zum Unternehmen. Die Zahlen machen nachdenklich und rufen nach Veränderung. All zu gerne wehrt man sich jedoch gegen Veränderung, weil man Sicherheit und Status quo bewahren will. Der Blick in oberste Führungsetagen zeigt, dass nach wie vor ein Führungs- und Werteverständnis vorheriger Generationen vorherrscht. Lieber steuert man durch alt bekannte Sackgassen, die mal erfolgreich waren. Doch die vergreisten Erfolgsrezepte greifen leider nicht mehr. Allerdings: Auch in Sackgassen kann man wenden!

Ein Perspektivwechsel in der Führungskultur könnte zu tun haben mit: Werten, Wertschätzung, Sinnhaftigkeit und Veränderungskompetenz. Was macht Sinn? Für welche Werte steht mein Unternehmen? Warum fehtl Experimentierfreude im Management? Wie sehe ich den anderen im Unternehmen - als Konkurrent oder als Mensch, der wie ich Gefühle und Bedürfnisse hat? Möglicherweise geht es darum Unternehmenswerte den persönlichen Werten anzupassen. Die Fähigkeiten und Ressourcen von Mitarbeitern erkennen und zu fördern. Der Erfolg eines Unternehmens wird im Wesentlichen geprägt werden von der persönlichen Selbstführungskompetenz - der Selbsterkenntnis des Führungspersonals. Dazu brauchen Führungskräfte mehr den inneren Kontakt zu sich selbst. Wenn sie mit sich selber anders umgehen, gewinnen sie auch neue Einstellungen zu anderen. Sie beginnen sie als Mensch zu sehen - nicht nur als Erfüllungsgehilfen zur Erreichung von Zahlen. Möglicherweise macht es als Führungskraft Sinn, sich darauf einzulassen - Fragen zu stellen, zuzuhören und sich gemeinsam mit allen Beteiligten auf die Suche nach neuen passenden Wegen zu machen.


Über den Autor

Meine wichtigsten Charakterzüge:
Empathie, Authentizität, Verlässlichkeit, Wertschätzung und Offenheit für alles Neue.

Meiner Arbeit als Coach liegt das Selbstverständnis zugrunde, dass der Mensch mit allen wichtigen Fähigkeiten ausgestattet ist, man muß sie nur aktivieren.

Reutlingen – Stuttgart – München