Blog zum Perspektivenwechsel

14.09.2014

Liebe - Mischung aus Dopamin und Adrenalin

"Was wir Liebe nennen, ist anfangs nur ein Zittern, ein Schauer, den wir kaum bemerken. Zwischen den Schulterblättern löst es sich und treibt, weil es so leicht ist, langsam den Nacken hinauf. Immerfort bilden sich neue Nerven, und auf einmal glauben wir, den anderen längst zu kennen – schon immer – so vertraut fühlt er sich an. Wir verlieben uns in das, was uns ähnelt. Was wir Liebe nennen lässt alle auf uns los: Dopamin, Endorphin, Adrenalin.

Wir atmen, wir schwitzen – wir dampfen Lockstoffe aus. Was wir Liebe nennen, ist zu viel und zu wenig. Es ist Mangel und Fülle zugleich. Verliebtsein ist eine sehr launische Emotion, die in die Kammern unseres Verstandes einzieht und dort große Unordnung anrichtet. Liebe hat die Tendenz, sich festzubeißen. Oft haben wir uns verliebt, hunderte Liebesbriefe geschrieben – und noch immer sind unsere Kenntnisse über die Liebe sehr mager, und noch immer begehen wir entsetzliche Fehler. Wir lernen zwar gelegentlich dazu, doch im Vergleich zu unseren Kompetenzen  auf anderen Gebieten sind wir im Fach der Liebe Amateure. Da wir weder in der Schule, noch im Internet, oder selten zu Hause lernen mit Liebe und Sexualität umzugehen, wie man sie ohne Schaden in die Partnerbeziehung überführt, müssen wir lebenslang nachsitzen.


Über den Autor

Meine wichtigsten Charakterzüge:
Empathie, Authentizität, Verlässlichkeit, Wertschätzung und Offenheit für alles Neue.

Meiner Arbeit als Coach liegt das Selbstverständnis zugrunde, dass der Mensch mit allen wichtigen Fähigkeiten ausgestattet ist, man muß sie nur aktivieren.

Reutlingen – Stuttgart – München