Blog zum Perspektivenwechsel

17.07.2014

Weltmeister der Unternehmenskultur

Der eingefahrene Weltmeistertitel 2014 im Fußball entstammt möglicherweise einer neuen Unternehmenskultur. Gewonnen hat nicht das Team mit den besten Messis, Neymars, Ronaldos, sondern das Team, dessen Innenleben, dessen Beziehungsgefüge, dessen sich gegenseitig motivieren, sich weiterhelfen -  stimmt. Hierarchien haben sich aufgelöst - auch "Ersatzspieler" haben sich eingebracht um das große Ziel zu realisieren. Warum dieses Erfolgsmodell nicht in Unternehmen und im Privaten anwenden?

Es ist nicht zu übersehen, dass das Verhältnis zwischen Belegschaften und Führungskräften in vielen Organisationen wacklig geworden, bzw. Risse bekommen hat. Die unweigerliche Folge: Die Motivation hat möglicherweise nicht mehr dieselbe Qualität wie zuvor. Wenn das Vertrauen und die emotionale Bindung der Mitarbeiter zu einem Unternehmen verloren gegangen ist, steigt auch die Unlust und der Frust in Belegschaften. Das renommierte Gallup-Institut hat errechnet, dass den Unternehmen durch die fehlende Bindung der Mitarbeiter  jährlich Kosten in Höhe von 125 Milliarden Euro entstehen.

Möglicherweise geht es darum, dass wir den Prozess, wie wir wirtschaften, wie Menschen innerhalb und außerhalb der Unternehmenswelt, in Systemen miteinander umgehen - neu überdenken. Erst dann werden Menschen im Job und privaten Bereich ein viel höheres Maß an Zufriedenheit und Motivation erreichen und ihr volles Potential abrufen können - eben ein Perspektivenwechsel. Die Perspektive wechseln kann aber nur, wer eine Perspektive hat. Diese fehlt möglicherweise in vielen Bereichen. Das Weltmeisterteam von 2014 hatte eine - und war erfolgreich damit. Chapeau!


Über den Autor

Meine wichtigsten Charakterzüge:
Empathie, Authentizität, Verlässlichkeit, Wertschätzung und Offenheit für alles Neue.

Meiner Arbeit als Coach liegt das Selbstverständnis zugrunde, dass der Mensch mit allen wichtigen Fähigkeiten ausgestattet ist, man muß sie nur aktivieren.

Reutlingen – Stuttgart – München