Blog zum Perspektivenwechsel

30.04.2014

Medizin am Limit

Es ist kein Geheimnis: in unserem Gesundheitssystem herrschen mafiöse Verhältnisse: Durchführung überflüssiger Operationen, Erfindung neuer Krankheiten, defizitäre Arzt - Patientenkommunikation, Verabreichung überflüssiger Medikamente, Fälschungen wissenschaftlicher Gutachten, – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Eben alles für den Profit einer gigantischen Gesundheitsindustrie.

Keine Frage, die Schulmedizin macht  laufend Fortschritte und wir brauchen sie! Doch sie stößt immer wieder an ihre Grenzen. Weil das so ist wählen immer mehr Menschen alternative Heilmethoden. Ist die Schulmedizin zu ignorant, um alternativen Methoden mehr Aufmerksamkeit zu schenken? Hat sie sich möglicherweise zu sehr vom Patienten als ganzes abgewendet - zugunsten von Chemie und Technik? Steht die Frage im Raum - hat die Schulmedizin den Menschen als ganzes aus dem Blick verloren? Antworten und Erklärungen dazu gibt es genug. Beispiel Orthopädie: Rückenschmerzen, mittlerweile  Volkskrankheit Nummer eins -  verursacht den größten volkswirtschaftlichen Schaden. Fortschrittliche Mediziner wissen es längst, dass sich zu 80% psychosomatische Ursachen dahinter verbergen. Früher dachte man es wäre ein Architekturproblem, weil möglicherweise die Wirbel nicht zusammenpassen.  In anderen Feldern der Medizin wird ebenfalls angenommen, dass seelisches Ungleichgewicht zu einem hohen Prozentsatz für den Ausbruch von Krankheiten verantwortlich ist. Weshalb gibt es in Arztpraxen keine Psychotherapeuten oder Hypnotherapeuten?

Möglicherweise weil die Komplementärmedizin – dazu gehört alles, was sich nicht im Topf der Schulmedizin befindet – bis heute nicht zur akademischen Lehrmeinung passt.

Die Neurobiologen wissen schon lange, wie wichtig das Zusammenspiel  von Gefühlen, Selbstheilungskräften und Körper für das Gesamtsystem ist. Weshalb findet kein akzeptiertes Miteinander von Neurobiologie, Komplementärmedizin und Schulmedizin statt, das den ganzen Menschen im Blick hat  und nicht nur seine anatomischen Einzelteile? Die Auseinandersetzung über die richtigen Therapien wird leider weiterhin beharrlich mit Polemik betrieben. Unsere konventionelle Medizin umgibt sich gerne mit der Aura der Seriosität und Vernunft. Heute gehört die Medizin zu den Naturwissenschaften und hat sich dadurch auch von philosophischen Fragestellungen des Menschseins, um Lichtjahre entfernt. Sie nimmt für sich in Anspruch, Diagnose und Behandlung nach rationalen Kriterien auszuwählen. Nochmals: die konventionelle Medizin leistet bei akuten Organversagen und Unfällen Enormes und kann in vielen Fällen zur Heilung beitragen. Doch die Psyche ist der wichtigste Motor, dass man gesund werden kann. Wie man jedoch die Psyche dazu bringt der Verbündete des Gesundungsprozesses zu werden – dazu gibt es tausende Wege. Die Schulmedizin scheint der schlechtere Weg dafür zu sein.


Über den Autor

Meine wichtigsten Charakterzüge:
Empathie, Authentizität, Verlässlichkeit, Wertschätzung und Offenheit für alles Neue.

Meiner Arbeit als Coach liegt das Selbstverständnis zugrunde, dass der Mensch mit allen wichtigen Fähigkeiten ausgestattet ist, man muß sie nur aktivieren.

Reutlingen – Stuttgart – München