Blog zum Perspektivenwechsel

16.04.2014

Glaube nicht alles, was du denkst

Neurobiologen gehen davon aus, dass der Mensch am Tag ca 60 Tsd. Gedanken hat. Davon seien 90% untauglich – also Nonsens – mit dem Rest könne man etwas anfangen.

Sie kennen das Gefühl des täglichen Gedankenmarathons. Unaufhörlich arbeitet diese Gedankenpumpe. Ständig wird man von neuem Gedankenstoff überrollt. Gelegentlich scheint es mühsam – überhaupt noch durchzublicken. Was ist wahr? Ist das wahr, was ich im Fernsehen gesehen habe, was ich vom Nachbarn gehört habe? Kann ich 100% wissen, dass das wahr ist? Wie reagiere ich - was passiert wenn ich diesem Gedanken glaube? Welche Meinungen von außen übernehme ich – bin ich bereits gefangen darin?

"...Nicht die Dinge selbst beunruhigen den Menschen, sondern ihre Meinungen und Urteile über die Dinge.“

Dieser Gedanke des antiken Philosophen Epiktet – kann uns dazu anstiften, unseren Hirnapparat zielführend einzusetzen. Uns selbst kritisch zu hinterfragen. Uns zu fragen – was liegt in meiner Macht  - und was nicht? Was kann ich vom Außen annehmen? Sind meine Emotionen wertfrei? Was kann ich an mir ändern? Was kann ich tun, um das eine oder andere Problem zu lösen?

Niemand beherrscht das schöne glückliche Leben aus dem Effeff. Wie ein Kunstwerk will es immer wieder geübt werden, mit Anspannung und Entspannug. Wie ein Steinmetz, der an seiner Statue arbeitet - die schöne Gestalt erhält, das Unwesentliche jedoch weghaut. Das Wesentliche am Menschen, was ihn ausmacht ist sein Verstand und seine möglicherweise gewollte Unabkängigkeit vom Äußeren.

Gedanken sind harmlos, es sei denn, wir glauben sie.
Byron Katie


Über den Autor

Meine wichtigsten Charakterzüge:
Empathie, Authentizität, Verlässlichkeit, Wertschätzung und Offenheit für alles Neue.

Meiner Arbeit als Coach liegt das Selbstverständnis zugrunde, dass der Mensch mit allen wichtigen Fähigkeiten ausgestattet ist, man muß sie nur aktivieren.

Reutlingen – Stuttgart – München