Blog zum Perspektivenwechsel

05.02.2014

Auto-Modus

Im Lauf eines Tages tun wir tausend Dinge aus reiner Gewohnheit, ohne auch nur einen Moment darüber nachzudenken, warum wir sie tun. Wir tun sie weil wir sie immer tun. Denken Sie nur an das allmorgendliche Dusch-Zähneputzen Ritual. Ist ja angenehm, wenn wir über diese Routine nicht nachdenken müssen. Schwieriger wird es dann, wenn der ganze Tag aus solchen Automatismen besteht, wenn alles, was ich tue im Auto-Modus abläuft. Im Auto-Modus entwickelt unser Denken eine Eigendynamik, die meist keinen Raum für kreatives Denken und Eigeninitiative lässt.

Betrachten sie einmal Ihre täglichen – To-do-Listen – alles was Sie tun, tun, tun „müssen“. Tag für Tag packen Sie sich Ihr Bündel auf den Rücken und versuchen, es wieder abzuladen, damit Sie am nächsten Tag ein neues Bündel schnüren können. Sie können das alles tun, ohne auch nur ein einziges Mal über den Sinn eines einzigen Punktes nachzudenken. Es muss erledigt werden. Möglicherweise könnte man im Tagesablauf  mal einen – Denk-Stop – einlegen und sich Fragen stellen: Was will ich eigentlich? Welchen Sinn hat das? Ist eine Veränderung nötig? Was fehlt? Welche meiner persönlichen Fähigkeiten könnte ich nutzen? Wie stellt sich die Situation für andere Menschen dar?

Möglicherweise ist es sehr schwer, von fragwürdigen Automatismen loszukommen, vor allem wenn uns Gewohnheiten, eingefahrene Denkmuster und Glaubenssätze lähmen. Vielleicht sind wir manchmal wie ein teures Auto mit starkem Motor, aber schwachen Bremsen. Starke Bremsen könnten bedeuten, mal einen - Denk-Stop - einzulegen, Abstand zu halten zwischen sich und dem was gerade passiert. Mal achten auf den täglichen Auto-Modus.


Über den Autor

Meine wichtigsten Charakterzüge:
Empathie, Authentizität, Verlässlichkeit, Wertschätzung und Offenheit für alles Neue.

Meiner Arbeit als Coach liegt das Selbstverständnis zugrunde, dass der Mensch mit allen wichtigen Fähigkeiten ausgestattet ist, man muß sie nur aktivieren.

Reutlingen – Stuttgart – München