Blog zum Perspektivenwechsel

03.07.2013

Verändern oder am Bewährten verharren?

Laut einer Umfrage träumen 33% der 30 bis 44 Jährigen davon, ihr Leben zu verändern. Doch: was hält uns davon ab - leben wir doch in einer Dekade, die mehr Freiheiten bietet als je in einer Zeit zuvor? Hatten Sie in Ihrem Leben nicht schon das Gefühl, als drehten Sie auf einem "quadratischen Papdeckel ihre sinnentleerten Runden?" Sehnten Sie sich nicht schon mal, Ihre vertraute Enge zu verlassen?

Ja  - der Mensch hat noch wenig Erfahrung damit, im großen Ozean der Möglichkeiten zu schwimmen. da bleibt er lieber im kleinen sicheren Teich. Wo soll er denn Alternativen je gelernt haben - in der Schule? Da haben wir in Mathematik - Wurzelziehen - , oder die Länge des Jangtsekiang gelernt.

Aus der Sicht der Psychologie betrachtet, sind wir sowieso nicht für Veränderungen gemacht. Denn die sind anstrengend und kosten Energie.

Doch es gibt Möglichkeiten: Bevor Sie gleich die radikale Nummer fahren - Haus und Hof verkaufen, um nach Kanada auszuwandern - versuchen Sie es mit kleinen wirksamen Schritten. z.B. Sie  könnten mal einen Abend auf blutrünstiges Krimi - TV-Programm verzichten, dafür mal mit dem Bike durch den Wald radeln oder eine Probestunde beim Yoga versuchen. Oder einfach mal in sich hineinhören, was Sie möglicherweise interessieren könnte - z.B. versetzen sie sich zurück in Ihre Kindheit/Jugend - was haben Sie da so gerne gemacht? Warum ist mir das abhanden gekommen?

Nehmen Sie so einen Traum auf, der sich immer mehr in Ihre Gedanken drängt: Hey du, das könnte doch passen. Ich gehe das an. Wird doch Zeit langsam, was zu ändern. Der portugiesische Dichter Fernando Pessoa schreibt: "Am Vorabend des Niemals-Abfahrens muss man wenigstens keine Koffer packen." Eines scheint allerdings auch sicher, dass wenn wir etwas Neues wollen, müssen wir uns auch in eine gewisse Unsicherheit begeben.

 

Über den Autor

Meine wichtigsten Charakterzüge:
Empathie, Authentizität, Verlässlichkeit, Wertschätzung und Offenheit für alles Neue.

Meiner Arbeit als Coach liegt das Selbstverständnis zugrunde, dass der Mensch mit allen wichtigen Fähigkeiten ausgestattet ist, man muß sie nur aktivieren.

Reutlingen – Stuttgart – München