2019

20.06.2019

Ich-Sucht

Manager und Führungskräfte mit ausgeprägtem Ego können ziemliche Schäden anrichten, berichtet das Magazin "Psychologie heute". Experten veranschlagen die Kosten der Ich-Sucht auf etwa 6 bis 15 Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens einer Volkswirtschaft. Die Psychologen Roy Baumeister und Liqing Zhang berichten, dass sich egozentrische Manager in Geldangelegenheiten deutlich riskanter verhalten (und viel Geld dabei verlieren) als Akteure, deren Ego-Lautstärke gedämpft ist. Beide Psychologen schließen: „Je stärker das Ich in den Fokus gerät, je mehr Menschen glauben, sich und ihre Fähigkeiten beweisen zu müssen, desto eher werfen sie gutes Geld schlechtem hinterher.Schätzungen amerikanischer Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass etwa ein Drittel aller Geschäftsentscheidungen ego getrieben sind und dass zwei Drittel aller Führungskräfte eine einmal getroffene Entscheidung nicht mehr zurücknehmen wollen." Viele in die Schlagzeilen geratenen Geschäftsentscheidungen dieser Tage, scheinen dies zu bestätigen.

Stark ausgeprägter Ego-Trip entspringt möglicherweise dem Bedürfnis, das aufgepumpte Ich zu verteidigen - gegen den Verdacht, vielleicht doch nicht so toll, so raffiniert, so weise zu sein, wie der Akteur selbst glaubt. Er schadet nicht nur der Firma, den Kollegen, sondern auch der eigenen Person. Hilfreich für Betroffene könnte sein, die eigenen Sichtweisen, Ziele, Ideale und Erwartungen genauso distanziert und nüchtern zu betrachten wie die der anderen.

Über den Autor

Meine wichtigsten Charakterzüge:
Empathie, Authentizität, Verlässlichkeit, Wertschätzung und Offenheit für alles Neue.

Meiner Arbeit als Coach liegt das Selbstverständnis zugrunde, dass der Mensch mit allen wichtigen Fähigkeiten ausgestattet ist, man muß sie nur aktivieren.

Reutlingen – Stuttgart – München