Blog zum Perspektivenwechsel

20.08.2020

"Ich weiß, dass ich nicht weiß"

Die Viruskrise, die die Welt Anfang 2020 erfasste, erzeugte vor allem eines: ein globales Gefühl der Ungewissheit. Unser Weltbild ist plötzlich durcheinander geraten. Wir haben plötzlich ganz viel Zeit, Dinge zu hinterfragen. Was war? Was ist? Wo soll die Reise jetzt hingehen?

Momentan befinden wir uns wie auf einem Marktplatz auf dem viele unterschiedliche Meinungen, Unwissen, Bescheidwissen und Halbwissen verhandelt werden. Dieses Wissen sind Inseln, die von einem weiten Meer des Nichtwissens umgeben sind. Werde ich im Herbst noch Arbeit haben? Hält die Beziehung der Belastung stand? Viele Menschen geraten in Aufregung, Angst und Unruhe. Vor Corona waren wir ja überzeugt, dass wir alles mit Statistiken und big data in den Griff bekommen können, unsere Zukunft planen können. Nun zeigt sich, dass wir mit künstlicher Intelligenz eher nicht weiterkommen. Es scheint so, als hätten wir uns verlaufen. Es scheint so, dass wir dem Irrtum verfallen sind, alles kontrollieren zu können. Das Leben ist eben leider nicht kontrollierbar. Wir sehen, dass die Daten, Zahlen und Bilder, die wir täglich durch die Medien bekommen, widersprüchlich sind. Mehr denn je macht es uns Schwierigkeiten alles auf seinen Wahrheitsgehalt zu recherchieren, Fakten checken. Kann das sein? Muß ich das glauben, was mir da gerade vorgesetzt wird? Muß ich jede news lesen? 

Um aus diesem verwirrenden Zustand von Nichtwissen und Unwissenheit herauszufinden, ist es möglicherweise notwendig auf eine fürsorgliche, verantwortliche Weise diesen verunsichernden Zustand auszuhalten, aber auch sich intensiv zu informieren. Auch das eigene Selbstbewusstsein und Vertrauen zu sich selbst, der eigenen Gesundheit, kann hilfreich sein. Das ist eine große Herausforderung für uns alle. Eine Lernaufgabe. Lernen, klug mit unserem Nichtwissen, unserer Ungewißheit und den Widersprüchen umzugehen. 

Mein persönlicher Ausweg bzw. meinen Rückhalt sehe ich darin, zunächst auf mich selbst zu schauen, Rückhalt bei mir selbst  zu finden, mein Selbstbewusstsein zu stärken und vor allem Vertrauen in das Leben und die eigene Gesundheit zu haben. Es ist wie es ist im Außen, aber was im Innern passiert, das ist ausschließlich meine Angelegenheit, dafür bin ich verantwortlich.

Über den Autor

Meine wichtigsten Charakterzüge:
Empathie, Authentizität, Verlässlichkeit, Wertschätzung und Offenheit für alles Neue.

Meiner Arbeit als Coach liegt das Selbstverständnis zugrunde, dass der Mensch mit allen wichtigen Fähigkeiten ausgestattet ist, man muß sie nur aktivieren.

Reutlingen – Stuttgart – München